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( www.skype.com )
Gleich vorweg, das Ding haut rein. Jede Woche an einem Abend: Treffpunkt online in der warmen Stube. Der eine weit weg aus dem Norden Europas, dort, wo das Nordlicht erstrahlt, der andere aus dem Süden mit einem kurzärmligen T-Shirt vor dem Laptop, auf dem Balkon sitzend mit Fernsicht über das weite Meer. Und ich, als Kleinverleger aus der Thurgauer Metropole, darf natürlich in einer Konferenzschaltung nicht fehlen. Dasselbe gilt ebenfalls für die Lektorin, welche sich aus Leipzig zuschaltet. Dabei zu sein ist etwas ganz Besonderes, vor allem, wenn der eine oder andere Autor so richtig loslegt. Denn, wer an einem Buchprojekt schreibt, der weiß viel zu erzählen. Spannend und besonders kribbelig wird es, wenn sich die junge Krimi-Autorin zuschaltet.
Aber unter uns haben wir auch einen Psychologen, und wenn der laut denkt, dann spricht nur er und die anderen hören gespannt zu. Bei ihm ist die Welt voller Gefahren und an allen Ecken und Enden lauern auf Menschen psychische Szenarien! Ich will nicht den Teufel an die Wand malen. Schalten Sie sich selbst einmal in unser Gespräch ein und versuchen Sie, wenn möglich, nur zuzuhören. Und wenn es lautstark wird, dann schalten Sie einfach leiser. Aber, so schön das Ganze in Worten aussieht, die Praxis lässt sich kaum beschreiben. Denn in einer Konferenzschaltung muss einiges in Einklang gebracht werden. Einerseits die Ausrüstung, andrerseits eine zuverlässige Schaltung, welche auch Menschen erreicht. Die erste Erfahrung mit Skype zeigt klar auf, dass ein langsamer Computer bald ins Stottern kommt und wer das Pech hat, in Italien zu wohnen, der lässt die anderen den Wackelkontakt spüren. Am Internet so richtig zu skypeln ist schon etwas Besonderes und mit dem Telefonieren kaum zu vergleichen, obwohl es im Moment eigentlich das Gleiche wäre.
Nein, skypeln hat seinen besonderen Reiz. Zum einen, weil es vor dem Computer stattfindet, wo man ununterbrochen in Sichtkontakt mit dem Bildschirm ist. Und wenn die Kiste mit genügend Arbeitsspeicher ausgerüstet ist, dann hat man alles sekundenschnell auf dem Bildschirm. Zum Beispiel eine Passage aus seinem Roman oder eine Abhandlung über neue Erziehungsmethoden oder vielleicht einfach ein zu Tränen rührendes Märchen. Noch mehr, der Austausch von Grafiken, Links, Filmmaterial oder Musik ist machbar und somit kommt es in einer Konferenzschaltung bald zu emsigem Treiben. Hier hat man das, was nirgends geboten wird, nämlich per Skype mit der Welt und Gleichgesinnten zu kommunizieren.
Sie wissen inzwischen, dass diese Art von Kommunikation sich natürlich abhebt. Hier ist es nicht getan mit ein paar gedankenlosen SMS und sinnlosen Momentaufnahmen über den integrierten Fotoapparat im Handy. Nein, hier müssen Sie in der Tat ihr Wissen aktivieren, denn der Gesprächsstoff dreht sich durchweg um ganz ernste Angelegenheiten: Nicht das Bauchweh der Großmutter oder der Ärger mit der Schwiegermutter ist gefragt, sondern Meinungen zu aktuellen Themen. Man weiß ja, Autoren sind sehr kritische Menschen und manchmal aufgelegt für einen Schlagabtausch. Das gehört sich nämlich in einer solchen Runde, dass man sich in einem anständigen Ton einmal gehörig die Meinung sagt. Darum sind unsere Teilnehmer Menschen mit einer Veranlagung, in jeder Lebenssituation über der Sache zu stehen. Sie sind gewohnt, dass sie selbst und auch andere einmal so richtig einstecken müssen. Wer mich als Kleinverleger kennt, weiß, wie ich das meine. Aber glauben Sie nicht, dass die Möglichkeiten mit Skype bereits ausgereizt sind. Nein, denn für ganz Verrückte gäbe es jetzt noch eine Schaltung mit einer einfachen und billigen Videokamera, um sich in der Konferenzschaltung auch in die Augen zu sehen und bei Bedarf einmal mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Im Ernst: Das habe ich in der Praxis bereits alles erlebt. Aber ebenso interessant ist das Skypeln, wenn Autor, Lektorat und der Verleger mit Skype live arbeiten und aktuelle Arbeiten besprechen. Sie müssen es mir glauben. Hier könnte sich auch der Druckereiverantwortliche zuschalten oder eine Fachperson in der Druckvorstufe. Das sind in der Tat die tausend kleinen Dinge, welche man heute über Kontinente so erledigen kann, als wäre man zusammen in einem Besprechungszimmer.
Nehmen Sie mich als Verleger beim Wort und erleben Sie selbst das ganz andere Gefühl einer Zusammenarbeit mit dem Verleger und all jenen Menschen, welche für eine kurze oder lange Zeit für Ihre Aufgabe aktiv sind. Wirklich, Sie spüren die Nähe und vor allem den großen Nutzen, weil Sie viel Zeit und Geld sparen. Also, laden Sie Skype auf Ihre Festplatte und suchen Sie den Kontakt zu mir. Einfach «reinholdliebig» eingeben. So einfach ist das.
Wollen Sie das alles als Tonschau hören? Na dann: www.liebig.ch/skypeln.mp3
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