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Neue Wege für die Buchvermarktung in Sicht



Seit rund fünf Jahren sind meine großen Tage in der Werbebranche nach Jahrzehnten endgültig vorbei. Ich wandte mich nach der Pensionierung still und heimlich der Verlagstätigkeit zu und machte mir zur Aufgabe, Autoren zu ihrem ersten Buch zu verhelfen. Dennoch: In meinem inzwischen gewachsenen Kleinverlag bleibt auch die Werbung nicht Nebensache, denn die Autoren suchen nach der Veröffentlichung ihres Buches Leser. Dieser Wunsch ist nicht leicht zu verwirklichen, führen doch viele Wege zum Ziel. Nicht nur das, Werbung ist zudem ein sehr teures Unterfangen geworden, welches längst nicht mehr im Einklang mit den Herstellungskosten eines Buches steht. Ist das ein Grund zum Kapitulieren? Nein! Man muss einfach wissen, dass es nur ganz wenige Buchtitel schaffen, zu Bestsellern zu werden. Dahinter stehen meist ein großer Verlag und eine noch größere Werbemaschinerie. Doch ein Bestsellerautor zu werden, davon träumt wohl jeder Autor. Aber bleiben wir auf dem Boden der Realität. Auch ist mittlerweile bekannt, dass es in der modernen Buchproduktion durchaus möglich ist, dass praktisch jedermann, vom finanziellen Aspekt aus gesehen, ein Buch auf den Markt werfen kann. Aber Schreiben ist ein harter Job und für ein Manuskript Stoffe zusammenzutragen ein langer Weg dazu. Ich meine, dass für diese Aufgabe nur ein ganz kleiner Personenkreis das Zeug hat. Hinzu kommt, dass das Buch nicht mehr die preiswerteste Möglichkeit der Veröffentlichung darstellt. Ton und Bild sind nicht mehr privilegierten Nutzern vorenthalten, nein, heute reicht das Portemonnaie der meisten Interessenten dazu aus. Die Breite der Auswahl, um etwas bekannt zu machen, ist größer geworden, aber nicht billiger, wenn man gehört, gesehen oder gelesen werden will. Altbewährte Werbeträger beginnen an Bedeutung gewaltig zu verlieren, obwohl nach wie deren großer Einfluss beteuert wird. Und viele dieser Werbeträger machen uns nach wie vor etwas vor, ohne einen roten Kopf vom Lügen zu bekommen! Dennoch ein Werbeträger, der in den letzten Jahren quasi aus dem Nichts kam, beginnt uns mit neuen Möglichkeiten bekannt zu machen. Es ist natürlich das allseits verpönte Internet, welches für Werbezwecke einen äußerst schlechten Ruf hat. Darauf einzugehen ist an dieser Stelle wenig sinnvoll, aber wenn man ganz genau hinschaut und die aktuelle Szene verfolgt, spürt man Kräfte, die in der Lage sind, der Werbebranche ganz neue Perspektiven zu verleihen. Man gewinnt derzeit den Eindruck, dass die gesamte Werbebranche demnächst von einer Lawine an Neuerungen überrollt wird, deren Ende man noch gar nicht absehen kann. Derzeit ist mir in dieser Umbruchszene eine Adresse im Internet aufgefallen, die mittlerweile in aller Munde ist, und zwar die der Suchmaschine Google. Das geheimnisvolle Werbe-Tool heißt hier «AdWords». Ich habe mich aufgemacht, um mich damit intensiv zu befassen und die Realität zu prüfen. Wenn ich von Realität spreche, dann meine ich die Zugänglichkeit für jedermann, für jedes Budget und ob Google als Werbeträger in der Tat Aufwand und Ertrag in eine vernünftige Balance bringt. Ich verfüge bereits über eine mehrmonatige Erfahrung damit und wenn die Sache auch heute noch teilweise für mich undurchsichtig erscheint, der Werbeerfolg ist nicht zu übersehen. Ich habe selbst in dieser Zeit erlebt, wie ein Jahresbudget für Printwerbung in der Höhe von Fr. 100›000 zur Hälfte gesplittet wurde und jetzt Google zur Verfügung steht. Die Fakten kann man schwarz auf weiß nachsehen. Sind wirklich die Printmedien bald die großen Verlierer? Jedenfalls beginnen ihre Erfolgszahlen abzubröckeln. Und was hat das nun alles mit der Vermarktung von einzelnen Buchtiteln zu tun? Seit rund acht Wochen läuft bei mir unter dem Keyword «Trisomie» der Buchtitel «Dann werde ich Dich tragen» von Dalila Simon. Erschienen ist diese Anzeige bei Google bereits mehr als 20‘000 Mal und wie oft wurde sie aber angeklickt? Wöchentlich gehen jedenfalls als E-Mail drei bis vier Buchbestellungen ein und gekostet hat diese Übung bis jetzt keine Fr. 30.00. Wenn das nicht Erfolgszahlen sind? Dieser bescheidene Betrag würde bei weitem nicht für ein Kleininserat in einem Printmedium ausreichen. Und wenn Sie mich jetzt fragen, wie das mit Google geht, dann habe ich für Sie nur eine Antwort bereit: Ein Weg, der jedermann offen steht. Aber ohne das umfangreiche Kursmaterial bei Google zu studieren, kommt man nicht weit. Das Geheimnis der Schlüsselwörter ist anscheinend viel tief greifender, als es im Moment aussieht. Machen auch Sie einmal einen Abstecher in die Welt von Google! Ist Ihnen die Zeit dazu zu aufwendig oder haben Sie schlicht und einfach dazu nicht die Geduld, dann empfehle ich Ihnen, sich mit mir darüber zu unterhalten. Ich freue mich schon darauf, weil ich mir für Sie dazu gerne die Zeit nehme.


Reinhold Liebig,

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